Wir zaubern unseren Patienten ein Lächeln ins Gesicht 😊

Was hat das Ganze mit Ernährung und Bewegung zu tun?

Das Auftreten chronischer Wunden hat sich in den letzten Jahren dramatisch erhöht. Hier ist ein merklich starker Bedarf, nicht nur an der konkreten chronischen Wundversorgung, sondern auch an der informellen Versorgung festzustellen.

Wie entstehen Wunden und warum?

Bitte lassen Sie mich hier kurz die Wundarten aufzählen, mit denen wir täglich konfrontiert werden:

  1. Ulcus Cruris – venös
    arteriell (d. h. vorliegen einer Arterienverkalkung) – typische Schaufensterkrankheit, auch peripher arterielle Verschlusskrankheit genannt.
    – mixtum – diese Wunden entstehen aus venösem und arteriellem Problem.
  2. Diabetische Wunden – meist als neuropathisches Ulcus der Fußsohle bezeichnet (häufig an Zehen und Fußsohlen auftretend)
  3. Dekubitus (Druckgeschwüre, oder umgangssprachl. „durchgelegen“)
  4. Dermatologische Wunden – meist Differentialdiagnostik, wenn z. B. o.g. Wunden u. deren Diagnostik ausgeschlossen werden.
  5. Postoperative Wunden z. B. Abszesse
  6. Infizierte Wunden z. B. nach einer OP
  7. Verbrennungen / Verbrühungen
  8. Sonstige Problemwunden

Warum entstehen überhaupt Wunden?

Unser heutiges Leben entspricht dem einer Wohlstandsgesellschaft. Wir essen zu viel, zu gut, zu ungesund.

Einseitige Bewegung, zu viel Sitzen oder zu langes Stehen setzen unserem Körper ordentlich zu. Der Abtransport der Abfallstoffe kann über die Blutbahn nicht optimal erfolgen. Und gleichzeitig reicht der Sauerstoff- und Mineralstofftransport nicht mehr aus.

Die Folge: das Blut bleibt im unteren Abschnitt des Unterschenkels sprichwörtlich „stehen“, wodurch ein Überdruck entsteht. Unser Venen- und Arteriensystem hält viel aus und ist sehr widerstandsfähig. Aber nur ca. 10 % der Menschen besitzen ein gesundes Venensystem.

Sehen wir uns dazu als bestes ein Beispiel einer Erkrankung wie dem Ulcus cruris näher an.

Das Ulcus cruris venosum (lateinisch ulcus = Geschwür, crus = Wade, vena = Blutader) bezeichnet ein Ulcus cruris („offenes Bein“) entsteht infolge eines fortgeschrittenen Venenleidens.

Das Ulcus cruris varicosum (Krampfaderleiden) hingegen, basiert auf einer sog. Fehlfunktion der Venenwände bzw. Venenklappen im systemischen Kreislauf, insbesondere in den Beinen, die zu einer peripheren Ansammlung von Blut führen (Stase).

Das heißt: im Venensystem kann so der Druck des Blutes ansteigen, wodurch u. a. die Venenklappen nicht mehr richtig funktionieren oder funktionell ausfallen können.

Venenklappen sind besonders wichtig für den ordentlichen Abtransport vom Blut zum Herz hin.

Die Venenwände zeigen eine deutliche Wandschwäche und Durchlässigkeit auf. Die Folge davon ist der sog. Eiweißaustritt, d. h. es entstehen erste Flüssigkeitsansammlungen in den Beinen. Weitere Wasseransammlungen im Gewebe sind die Folge.

Das Ulcus cruris venosum zählt i. Ü. zu den chronischen Wunden. Chronische Wunden heilen schlecht oder mitunter gar nicht ab, wenn keine Therapie erfolgt. Ca. 40 % bis 80 % aller Ulcus cruris Erkrankungen liegt ein venöses Problem zugrunde.

Vulcura: Gesunde Vene vs Kranke Vene

Was sind die Symptome?

Ein starkes Spannungsgefühl in den Beinen. Aber auch schwere, müde, angeschwollene Beine sowie juckende und kribbelnde Haut. Das Ulcus cruris venosum tritt meist am Innenknöchel beginnend auf und kann sich sogar bis zum „Gammaschenulcus“ erstrecken, welches das untere Bein komplett umschließen kann, wenn nicht rechtzeitig eine Behandlung erfolgt.

Meist gibt der Betroffene wenig oder keine Schmerzen an. So kann ein Facharzt bzw. Arzt nach der Diagnostik rasch feststellen, um welche Art der Erkrankung es sich handelt.

Was sind die Auslöser?

Bindegewebsschwäche, durch zumeist zu viel stehende oder sitzende Tätigkeiten.

Welche Risikofaktoren gibt es?

Schlechte Durchblutung sowie eine Minderversorgung des Venensystems der Beine durch zu wenig Bewegung bzw. Ausgleichsport und zumeist durch eine unpassende oder ungesunde Ernährung. Ungünstig ist hier eine besonders fettreiche und zuckerreiche Ernährung sowie zu viele tierische Produkte.

Wie kann ich eine solche Erkrankung am besten vermeiden?

Durch Vorbeugen und das Ergreifen von Maßnahmen, die ein größeres Ausmaß verhindern bzw. hier entgegenzusteuern.

Prophylaxe:

  • Kneippsche Anwendungen (Beine mit kaltem Wasser übergießen oder kalt duschen), mind. 3- bis 4-mal/Woche
  • Tägliche Bürstenmassagen, von den Füßen beginnend in Richtung Herz
  • Venengymnastische Übungen
  • Generell Bewegung (auch im Sitzen)
  • Ernährung (weniger tierische Produkte, deutlich weniger weißen Zucker)

Therapie:

Bein-Kompression zur Unterstützung der Venentätigkeit. Sie wird vom behandelnden Arzt angelegt.

Sie ist das A und O und sollte wirklich täglich getragen werden, um einen Therapieerfolg zu erzielen. Egal, ob als Binden, Strümpfe oder Strumpfhosen.

Mit Kompression und Bewegung können Wunden endlich wieder abheilen. Bei gesunder Ernährung wird das Aufkeimen neuer Wunden zusätzlich verhindert.

Bewegung:

Suchen Sie sich aus einem breiten Spektrum der vielen Bewegungsmöglichkeiten etwas Passendes für Sie aus. Am besten eignen sich Yoga, Tai-Chi, Gymnastik und Spaziergehen an frischer Luft – es gibt für jeden etwas.

Auch im Sitzen kann schon viel erreicht werden. Wichtig dabei ist, dass es Spaß macht. Es darf leicht sein. Am Anfang starten Sie gern sanft. 15–30 Min sind ein guter Anfang. Danach steigern Sie langsam.

Wir haben Ihnen in unserem Artikel Bewegung mit oder ohne Wunden einige wunderbar leichte Übungen zusammengestellt. Diese erfordern wenig Zeit, so gut wie keine Hilfsmittel und sind äußerst effektiv.

Probieren Sie diese gern aus!

Wichtig: Jegliche Sportart/ Therapie sollte bitte immer vor Beginn mit Ihrem Hausarzt abgeklärt sein.

Wenn Sie ins Schwitzen oder sogar Lachen kommen, weil die eine oder andere Übung nicht so leichtfällt oder für Sie komisch aussieht, umso besser.

Dann wird Ihr gesamtes Gewebe ordentlich durchblutet. Wie heißt es so schön, Lachen ist die beste Medizin!

Und bringt uns sowie unsere Patienten immer ein großes Stück weiter.


Wie können wir Ihnen helfen?

Gern besprechen wir mit Ihnen auch ganz individuelle Behandlungsmöglichkeiten.


Margit Gaede Bewegung mit oder ohne Wunden
Margit Gaede

Über Margit Gaede

Margit Gaede leitet mit ihrem Mann Klaus-Dieter Gaede die Geschäfte und das Team von Wundexpertinnen der Vulcura Wundmanagement GmbH. Sie gibt Vorträge zur optimalen Wundversorgung und engagiert sich darüber hinaus regional mit ihrem Unternehmen. „Unser größter Wunsch ist es, Menschen mit Wunden zu helfen und ihnen wertvolle Lebensqualität zurückzugeben. Der Betroffene, der Patient und der Mensch steht für uns immer an erster Stelle.“

Das Unternehmen Vulcura Wundmanagement GmbH, 2015 gegründet, kann auf eine erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Heute betreut Vulcura Betroffene von Grünheide bzw. Schöneiche über Gesamt-Berlin und Umgebung bis in den Spreewald hinein.


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